Auch wenn der Himmel doch nicht so viel hergab, wie wir erwartet hatten, konnten wir zumindest den Mond sehr gut beobachten und den Saturn mit seinem Ringsystem.
Als kleine Entschädigung stelle ich hier mal 2 Fotos vom Mond ein, so wie wir ihn gesehen haben. Die Aufnahmen stammen vom November 2008 und wurden von mir mit meinem 79€ billigen Teleskop mit 35-facher Vergrößerung auf der Terrasse meiner Hütte in Jerstedt geschossen, indem ich einfach meinen Fotoapparat über das Okular des Teleskoes gehalten hatte. Aber der Ausschnitt entspricht so ziemlich exakt dem, was wir Sonnabend gesehen haben.
Die 2. Aufnahme zeigt eine Vergrößerung der nord-westlichen Kraterregion, weil man hier sehr schön sehen kann, wie einst die Vulkane mit ihrer Lava die riesigen Krater verfüllt haben, und dann in jüngerer Zeit auf die glatte Fläche neue Meteoriten eingeschlagen sind. Am Rand ist ein Ringgebirge erhalten geblieben. Ihr habt den Mond in den Teleskopen seitenverkehrt und gespiegelt gesehen, da war das Ringgebirge unten rechts. Das Foto habe ich entsprechend gedreht und gespiegelt, damit es der Wirklichkeit entspricht.
Interessant fand ich übrigens, dass sich unsere Kids für das Thema erwärmt haben und mit den Astronomen aus Hannover richtig diskutiert haben. Zum Beispiel die Frage, ob es etwas schnelleres als Licht gibt, oder wie schnell Licht überhaupt ist.
Das Licht benötigt 1s um ca. 300.000 km zurückzulegen. Das entspricht grob der Entfernung Erde-Mond. Also sehen wir ein Blinklicht auf dem Mond erst nach einer Sekunde. Das Licht der Sonne benötigt übrigens ca. 8 min bis zur Erde!
Da fand ich Darius Überlegung total genial, als er sagte, dass ja dann im Prinzip das Licht des Mondes in Summe 8 min und 1s benötigt, um bei uns zu sein, denn es ist ja nur reflektiertes Sonnenlicht. Darauf muss man spontan erst mal kommen
Grüße
Jens
PS: Vom 06. bis 08. August findet dann ein wirklich großes Astrotreffen in St. Andreasberg statt. Da kommen hunderte Leute mit Fernrohren. Dazu aber später.